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Wednesday, November 13, 2013

Done and Done

Ich bin "frisch geschieden". Wie sich das so generell anfühlt, eine Trennung, die emotional und räumlich schon vor eineinhalb Jahren stattfand, jetzt noch irgendwie bürokratisch (that's the operative word here... ich sach nur, Ausländerbehörden) nachzuvollziehen, kann ich vielleicht erst in den nächsten Wochen sagen.

Heute bin ich dankbar. Eine Freundin hat mich heute zum Gericht begleitet und mit mir hinterher Kaffee getrunken. Ich hätte mir das auch gut mit meinem "Ex-Mann" (den Begriff kann ich offiziell seit heute benutzen, es sei denn, mir fällt noch ein schönerer ein) vorstellen können, was allerdings aus Gründen der Entfernung und Zeitverschiebung weder persönlich noch virtuell möglich war.
Diese Freundin hat genau den Teil des Weges, um den es heute ging, mit uns gemeinsam beschritten - sie war schon an den unglaublich komplizierten Eheschließungsverhandlungen maßgeblich beteiligt, hat unseren Alltag als Noch-Verlobte und Frisch-Verheiratete miterlebt, meine Verzweiflung über den Verlust unserer Kinder 2011 mitgefühlt und uns letztes Jahr extra zu unserem Abschied als Paar besucht und einen letzten Tag mit uns gefeiert. Deshalb war es so passend, dass sie heute dabei war und ich habe mich unendlich darüber gefreut.
Danke, K. :o)

Friday, September 27, 2013

Pause

... mein Computer hatte mir ein paar Monate eine Internetpause verordnet, was auch mal ganz schön war. Und jetzt ist Herbst und damit fängt wieder eher die Schreibzeit an - so gemütlich zuhause abends am Kachelofen... Früher war da stricken meine erwählte Beschäftigung, nun seit ein paar Jahren schreiben, ist ja kein großer Unterschied, fängt beides mit sch an. :-)
Ich bin also wieder da.
Hier.
Traveln tue ich im Moment nur innerlich. Ich möchte im Moment Ruhe und Balance und innere Stärke. Und stelle fest - je weniger Ablenkung, Reize, Aufgaben und Vorhaben - desto besser. Es gibt soviel zu tun? Tja. So what. Grins.

Sunday, May 05, 2013

Ehrfurcht

Ehrfurcht ist ein ganz und gar unpassendes Wort. Ich habe gestern abend einen ergreifenden Moment gehabt. Es ist kurz vor der Apfelblüte bei mir im Garten. Wenn ich sagen sollte, welches Farbspiel ich am allerliebsten im Leben hab, dann ist es das grau-grün-braun von 90 Jahre alten, bemoosten Apfelzweigen, das Laubgrün der Apfelblätter und die Farbtupfer der noch geschlossenen, sich bald öffnenden Knospen dazwischen in tief-Fuchsia bis Weiß.
Ich stehe also ergriffen von der Schönheit der Natur unter meinen Apfelbäumen gestern abend und bestaune eine sich vielleicht heute öffnende Knospe, deren äußerstes Blütenblatt sich im Moment noch zart um die anderen schmiegt. Es sieht aus wie Seide, nein, wie Porzellan, nein wie... wie nichts anderes auf der Welt.
Furcht habe ich dabei nicht empfunden, keinen einzigen Funken. Freude, Begeisterung, Lebenslust, Staunen, Dankbarkeit.
Es ist so schön, dass es fast wehtut.

Friday, March 15, 2013

Saam & Felicity

Meine Herzen. Es 'gab' Euch nur ganz kurz. Dafür habt ihr intensive Spuren hinterlassen. Bei mir. Und bei Eurem Papa. Manchmal wünsche ich mir, auch bei anderen, damit ich Eure Geschichten mit anderen teilen könnte. Dafür teile ich sie mit mir.
Vielen Dank, dass Ihr da wart.

Thursday, March 14, 2013

Energie, bitte

2013 soll ja das Jahr des Wünschens werden, habe ich im Januar beschlossen. Im Moment ist es so, dass meine Seele und mein Kopf sich unterschiedliche Dinge wünschen, und mein Körper sich dazu die Decke über den Kopf zieht und sagt 'Macht das unter Euch aus, aber lasst mich bloß in Ruhe!'
Ich brauche im Moment noch Regeneration - Pause, Auftanken, Ausruhen - und um mich rum ist Chaos, wäre viel zu tun und da ist noch der Drang, Geld zu verdienen. Da ich bisher keine Stelle finden konnte (im Februar hatte ich ja immerhin vier Vorstellungsgespräche - ich komme dem also näher, und rutsche auf der Liste von durchschnittlich 80 Bewerbern pro Stelle jetzt schon in die Top 10), habe ich diese Möglichkeit (und damit auch die Verpflichtung) ja noch nicht, kann aber im Moment trotzdem nicht 'einfach' die Zeit genießen, die ich dadurch habe. Bisher nur Absagen - habe aber das Gefühl, dass ich dem, was ich wirklich machen möchte - und auch kann, immer näher komme.

Ich trauere gerade wieder - oder wohl immer noch, nur gerade wieder etwas bewusster - um meine Kinder, die tot sind, und auch um die Kinder, die es noch nicht gibt - da ich gerade glaube, dass es sie vielleicht auch nicht mehr geben wird.

Ich 'adjuste' auch immer noch in meinem Leben alleine mit mir, etwas, das ich mir nicht ausgesucht habe, das ich im Moment aber nicht anders haben möchte.

Mein größter Wunsch der letzten Jahre oder Jahrzehnte, Mama zu werden, ist gerade so weit weg wie noch nie in meinem ganzen Leben - also nicht nur die Erfüllung ist weit weg, auch der Wunsch an sich.

Ich denke daran, dass ich mir eventuell vorstellen könnte, Pflegekinder aufzunehmen oder zu adoptieren, jedoch nicht im Moment, wohnend in einer Bauruine und arbeitslos und mit so wild flukturierenden Energieleveln. Und später fühle ich mich vielleicht 'zu alt'?

Ganz oft denkt mein Kopf zu wissen, was mir gerade gut tun würde, was mir Energie gewinnen könnte. Er kann sich nur nicht durchsetzen.
Was schrieb ich hier vor einem Jahr? "Hab ja auch grad gelernt, mehr meiner Intuition zu vertrauen"...

Und so schwimme ich gerade dahin, in einer dicken Suppe, gehe ab und zu an Land, um mich für ansprechende Jobs zu bewerben, mit Freundinnen und Freunden auf gleicher Wellenlänge Zeit zu verbringen, zum Portugiesischkurs zu gehen oder meine Eltern zu besuchen. Letzteres ist immer von großen Emotionen begleitet. Mein Papa ist alt geworden. Ich arbeite mit ihm gerade an seiner Biographie, weil es mich interessiert, habe also die Gelegenheit, schöne Gespräche mit ihm zu führen. Und Dinge über seine Kindheit zu erfahren, die ich noch nicht wusste.
Und versuche, mir diese Zeit der Erholung und des Kräftetankens - und der Trauer, die immer mal wieder aufflammt - zu erlauben. Und darauf zu vertrauen, dass sich alles im richtigen Energiefluss finden wird.

Saturday, February 16, 2013

Cloud Atlas

Times are, spesh smart 'n true-true 'n anxing, woah Old'uns blubbing like babbits b'fore th'window, touched by Sonmi. Near-far.

(brought t' you by Mitchell, th' Wachowskys 'n Tykwer)

Schreiben

Mein kreatives Schreiben, was im November ja einen großen Schub bekommen hatte, habe ich in den letzten drei Monaten leider sehr vernachlässigt. Meine Energien wurden im Dezember von einem dickfelligen Elektriker aufgesaugt, im Januar von einer noch viel dickfelligeren Bronchitis und im laufenden Monat von mehreren anregenden Vorstellungsgesprächen.
Nun habe ich diese Woche gleich zwei Schreibgrüppchentreffen, das ist mal eine schöne Gelegenheit, ein bißchen von der Energie wieder aufs Schreiben umzulenken.

Friday, February 01, 2013

Ein Stern

Seit der Adventszeit lese ich 'Cloud Atlas' von David Mitchell. Ich hab beim Skyfall gucken den Trailer von Cloud Atlas gesehen und seitdem will ich unbedingt den Film gucken. Aber erst das Buch lesen. Ich bin noch ziemlich am Anfang. Oft kann ich ein Buch in zwei Tagen 'durchatmen'.
Nicht so Cloud Atlas. Dafür brauch ich Zeit. Muße. Pausen. Nachdenk- und Einsinkzeit.
Geballte tiefe Einsichten oder eher - Gedankenanstöße, Gefühlsanstöße tummeln sich auf jeder Seite, ich habe jetzt immer was zum notieren dabei, wenn ich lese.
Heute:"Every conscience has an off-switch hidden somewhere."
Das Buch ist wirklich nicht leicht zu lesen. Man muss schon seine Gehirnzellen beisammenhaben. Es ist eine Herausforderung, ein Stern in der Nacht.
Ich werde noch dran zu kauen haben und zu schlucken. Und zu lachen. Robert Frobisher hat eine unheimlich freche Schnute. :) Auf den freu ich mich schon, im Kino.

Monday, December 03, 2012

Mork vom Ork

The Novemberfrenzy that was Nano is over - I won with 51,000 words! :o) Go me - the December until Octoberfrenzy that is Nano Aftermath has begun. Chakka!
No idea why I've suddenly reverted to English. My story is written in German.
It snowed today and I'm finally getting into the whole Advent thing, which has somewhat jumped at me from behind a shed this year and blew an overloud raspberry in my face. The neighbours put their wooden fir candle holder up tonight and that's the signal - the season has begun. Ok! I can feel Decembery, if it's required! My new resolution that started 4 years ago - to have lots of time in December and not much hectic - has been put in place again this year, the only job being still the renovations, with the electrician starting the final week of wall-opening frenzy this Wednesday (at 7.35 - don't tradies have to sleep, too? :D) and me getting into plastering, bricklaying and tile deconstructing for the final time this year.
My back problems, which started this summer in the swing of lots of gardening and constant shifting of heavy boxes and furniture and didn't improve with the end of the open pool season and the recent month of heavy typing *g* are finally being seen to with a bout of accupuncture starting tomorrow morning!
I've had a bit of experience with that in Sydney 6 years ago and expect pain and relief in hopefully not equal amounts. :) My concept writing for self-employment as a systemic counsellor is in flow.
As always, life and death are entities that belong together, and a former flatmate is currently living through the final phase of his life. My thoughts are with him and his friends and family.
Enjoy the now, you people out there.

Thursday, October 04, 2012

Sauna

B und ich haben gestern die Herbst- und Wintersaison eingeläutet. Und mir fiel plötzlich wieder ein, dass jenseits langer Sommerabende und Freibädern, auch die ungemütliche Jahreszeit wunderbare und gesunde Beschäftigungen bereithält. Wie schön! :)

Tuesday, October 02, 2012

Erntedank

Ich bin gerade dabei, meine allererste Kartoffelernte 'einzufahren', was mir große Freude bereitet. Alle kartoffelerfahrenen, mit denen ich spreche, haben die gleiche sinnliche Freude, die vorzüglichen Goldstücke aus der Erde zu holen.
Von einem Drittel meines Anbaus sah der Ertrag so aus:


Alles komplett ökologisch angebaut, gedüngt mit Eselmist vom Stadtteilbauernhof und selbstgepflückter und angesetzter Brennesselgülle.

Danke Opa und Oma für den guten Boden und meine "Anleitung" als ich klein war, und danke Bruder, für die Pflanzkartoffeln. Ganz gut fürs erste Jahr. :)

Sunday, September 30, 2012

völlig von Sinnen, sinn-lich und -erfüllt

Ich habe dieses Wochenende die allererste Marmelade meines Lebens gekocht - und es kommt noch besser, mit selbst gepflücktem Obst: Zwetschge-Zimt. Natürlich habe ich sie, noch warm, verkostet.

Was soll ich sagen - und ich bin im Allgemeinen kein Marmeladenfreund, eher so ein Käsetyp - phantastisch, lecker, gourmös, himmlisch, gaumenumwerbend, umwerfend toll.

Nicht nur das streichfreundliche, blaurote, augenentzückende Endergebnis auf einem getoasteten Bagel, nein der ganze Prozess war einfach magisch. Dass die Zwetschgen auf dem Baum gewachsen sind, auf dem ich als Kind klettern gelernt habe - und der eventuell seine letzte Fruchtsaison gesehen hat, rundet das Erlebnis auf wundervolle Weise ab.

YUM!

Tuesday, February 07, 2012

Sein

Einfach mal sein ist wirklich göttlich und hab ich mir verdient, finde ich. Ich komme gerade an. In mir. Und auch in meinem neuen Zuhause. Entdecke Gärtnerfreuden. Schaffe mir eine Katze an. :) Jaaaa! Baue Schneemänner und höre den knisternden Eisschollen zu, die sich auf dem Kanal übereinanderschieben.
Fahre bei strahlendem Sonnenschein und klirrenden Minus 10 Grad mit meinem Drahtesel durch die Stadt und freue mich, wieviele andere Menschen auch mit Fahrrädern unterwegs sind und sich an den (in diesem Winter bisher) ungewohnten Eisbildern erglücken und Fotos schießen.
Halte meinen schon-wieder-weg-wollenden Mann mal fest und sage: Guck mal, was wir alles erreicht haben in den fast 8 Jahren, wie wir geschuftet haben, um genau dort zu sein, wo wir jetzt sind (spirituell, nicht geographisch), lass uns doch mal ruhen und ernten und genießen, bevor wir schon wieder gucken, was alles grad nicht passt.
Schreibe meine Facharbeit in aller Ruhe.
Visualisiere meinen Kinderwunsch, mit Drillingen dieses Jahr schwanger werden. :D
Gucke den Meisen zu, die sich seit Opa hier noch Herr im Garten war, vor dem Fenster tummeln.
Telefoniere mit meinem nunmehr zehnjährigen Patenkind über Fussball, Haustiere, Computerspiele. Er ist einfach toll und sehr geduldig mit seiner Patentante. :)
Freue mich an meiner Psychodrama-Arbeitsgruppe, die sich Samstag wieder trifft. Hihi, es ist so lustig, was alles mit Psychodrama assoziiert wird, wenn man nicht Moreno meint, im Bücherei-Suchsystem stoße ich ständig auf scary movies oder Talkshowthemen.
Male wieder! Bin seit letzter Woche in einem Acrylkurs bei dem Lehrer, der mir letzten Sommer schon Portraitzeichen nahe gebracht hat und der sehr 'encouraging' ist. Auf großer Leinwand austoben, yeah!